Blaubeuren

Blaubeuren

Lebendig seit Urzeiten

Umgeben von bewaldeten Höhenzügen und schroffen Felsen liegt die Blautopfstadt Blaubeuren, malerisch eingebettet im Talkessel der Urdonau. Wegen dieser besonderen Lage und seiner vielen bauhistorischen, kulturellen, archäologischen, landschaftlichen und geologischen Schätze ist Blaubeuren eines der beliebtesten Reiseziele der der Schwäbischen Alb.

Urgeschichte
In den Höhlen rund um Blaubeuren wurden einzigartige Artefakte und Kunstwerke geborgen, die auf die Zeit der Besiedelung Europas durch den modernen Menschen vor 40.000 Jahren zurückgehen. Der „Venus vom Hohle Fels“ und den ältesten Musikinstrumente der Welt, den Flöten aus Elfenbein und Gänsegeierknochen sind eigene Schatzkammern im Urgeschichtlichen Museums Blaubeuren gewidmet. Aber schon das Gebäude ist einen Besuch wert. Der mittelalterliche Gebäudekomplex entwickelte sich ab 1420 als karitative Hospitalstiftung für arme und alte Menschen. Vor 50 Jahren fanden die ersten archäologischen Fundstücke hier eine neue Heimat. Seit 2014 ist das „Spital“ das neue Zuhause der ältesten Kunst der Menschheit.

Blautopf
Einzigartig romantisch liegt der Blautopf im Talkessel der Urdonau, Deutschlands schönste Karstquelle ist ein mystisches Naturphänomen. Wundersam spiegelt sich der Kirchturm des benachbarten Klosters auf der blau-türkisfarbenen Wasserfläche. Fast 22 Meter tief ist der trichterförmige Quelltopf undbei Hochwasser „kocht“ der Blautopf mit bis zu 32.000 Liter pro Sekunde über. Aufsehenerregend sind die Bilder des dahinterliegenden über 12 km langen Höhlensystemes. Der Film „Dunkelblau – die Farbe der ewigen Nacht“ zeigt eindrucksvoll die Forschungsergebnisse zur Blauhöhle und wird bei freiem Eintritt im Urgeschichtlichen Museum angeboten.

Kloster
Bis heute kann in Blaubeuren die Trennung der weltlichen und kirchlichen Wirkungsräume anhand von Stadtmauern und Klostermauern nachvollzogen werden. Eng verbunden und doch baulich klar abgegrenzt sind Stadt und Kloster. Die spätgotische Klosteranlage des Benediktinerordens aus den Jahren 1466 – 1510 wurde, anstelle des romanischen Baus aus Zeiten der Klostergründung 1085, neu aufgebaut. Um die Klausur mit der Klosterkirche gruppieren sich die Wirtschaftsgebäude. Einzigartige Zeugen mittelalterlichen Wirkens sind Hochaltar und Chorgestühl, Kunstwerke europäischen Ranges, geschaffen von Bildhauern und Malern der Ulmer Schule.

Das einzige noch erhaltene Badehaus der Mönche in Deutschland, 1510 erbaut, gibt Einblicke in die Badekultur der Mönche. Der erste Stock war jedoch den adeligen Gästen vorbehalten, die sich nach der Jagd dort ihre Feste feierten. Der kleine Festsaal ist mit entsprechenden Jagdszenen und Seccomalereien ausgeschmückt.